Was NLP mit Hypnose zu tun hat

Vor einiger Zeit wurde ich von einem Anrufer aus Nürnberg gefragt, ob ich auch NLP anwenden würde. Selbstverständlich – wie sehr viele Psychotherapeuten aus Nürnberg und der ganzen Welt – vielleicht ohne es zu wissen oder das, was sie tun, als NLP bezeichnen zu wollen. Die Abkürzung NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren, eine Bezeichnung, die sich zusammensetzt aus „Neuro“ (Neuron = Nervenzelle), „linguistisch“ (d.h. sprachlich) und „Programmieren“. Mit NLP sollen durch Sprache Vorgänge im Gehirn, also im Denken verändert werden – letztlich das Ziel jeder Psychotherapie.

NLP ist weniger ein eigenständiges Psychotherapieverfahren, wie etwa Verhaltenstherapie, Gestalttherapie oder Psychoanalyse, mit einem eigenen theoretischen Modell zur Entstehung und Therapie psychischer Probleme. Vielmehr ist es eine Sammlung von Methoden und Techniken. Die Begründer des NLP, der Psychologe John Grinden und der Sprachwissenschaftler Richard Bandler, entwickelten diese aus ihrem Studium der Arbeit besonders erfolgreicher Psychotherapeuten. In den 70er Jahren analysierten die die Vorgehensweisen und die therapeutischen Strategien der bedeutenden Familientherapeutin Virginia Satir, dem Begründer der Gestalttherapie Fritz Perls und dem legendären Hypnosetherapeuten Milton Erickson. Die verschiedene psychotherapeutischen Interventionstechniken, die sie durch ihre Beobachtungen extrahierten, fassten sie unter der Bezeichnung „Neurolinguistisches Programmieren“ zusammen.

Insofern hat NLP sowohl etwas mit Hypnose- als auch mit Gestalttherapie zu tun. In beiden bin ich ausgebildet und wende diese zur Unterstützung meiner Klienten in meiner Praxis in Eckental bei Nürnberg an.